Highlights von verschiedenen Experimenten

Auf dieser Seite findet Ihr ein paar der Highlights von verschiedenen Experimenten- sortiert nach Kategorien.


Drama




Video Team



Auschnitte aus Experimenten



Ansprache

LEID

"Die Frage wie ein guter Gott und die offensichtlich böse Welt zusammenpassen beschäftigt kluge Köpfe schon seit Jahrtausenden. Wir sind ja nicht die ersten, die auf die Idee kommen, dass das irgendwie nicht zusammenpasst, Gott und das Leid. Schon der Philosoph Epikur stellte vor über 2000 Jahren fest: Unsere Welt ist nicht so wie sie sein sollte. Leid in unterschiedlichster Form gehört zu unserem Leben. Aber wenn es einen Gott gibt, und wenn es stimmt, dass er unser Bestes will, und wenn es stimmt, dass er allmächtig ist, warum lässt er dann das Leid zu? Kann er nicht anders? Gibt es Kräfte und Mächte die stärker sind als er? Will er nicht anders? Aber warum quält er uns dann? Oder ist er selbst dafür verantwortlich? Aber wie können wir dann noch von einem liebenden Gott sprechen, wenn er uns Leid zufügt?!"

Es folgt Jürgen Schmidts Ansprache in 2 Teilen:



GLÜCK

3. Glücksmoment

Den dritten Glücksmoment hatte ich am letzten Sonntag. Ich stand nach dem Gottesdienst dort draußen im Foyer. Friedel Ems, eine alte, weißhaarige, fast blinde Frau ging auf mich zu. Sie strahlte über das ganze Gesicht. Ich habe selten jemand so strahlen gesehen. Sie stand vor mir und es sprudelte aus ihr heraus: „Es war so schön! Ich habe mich so gefreut! Vielen Dank!“
Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau wovon sie sprach. Aber ich hab mir das nicht anmerken lassen. Als sie weitersprach wurde mir langsam klar was los war.
„Es war so schön! Die jungen Leute waren am Freitag bei mir und haben mich besucht. Ich habe mich so gefreut! Ich bin ja sonst immer sehr allein, aber die jungen Leute bei mir, es war so schön. Vielen Dank!
Ich sagte ihr, dass ich nur Sara einige Namen von Leuten genannt hätte, die sich über einen Besuch freuen und die es sich lohnt zu besuchen. Dann war Sara mit einigen Teenies bei ihr zu besucht. (Wer von euch war mit dabei? Wie war’s?)
Wie viel ich damit zu tun hatte, war Friedel Ems ziemlich egal. Sie war überglücklich und wollte mich daran teilhaben lassen. Und sie hat mich mit ihrer Freude angesteckt.
In diesem Glücksmoment ist mir eines klar geworden: Es geht nicht nur darum selbst möglichst glücklich zu werden. Es geht auch darum andere glücklich zu machen. „Was macht glücklich?“ lautet das Thema für diesen Gottesdienst. Ich fände es gut, wenn möglichst viele wenn sie heute nach hause gehen nicht nur fragen „Was macht mich glücklich?“ sondern auch „Was macht dich glücklich?“
Wie wär’s damit? Lasst es uns nächste Woche einmal ausprobieren. Nicht nur selber nach Glück zu streben, sondern versuchen andere glücklich zu machen.
Vielleicht ist das ja ein Teil der Antwort auf die Frage nach dem Glück. Mach andere glücklich und du wirst erleben, wie du selbst glücklich wirst.
Ich könnte noch über viele andere Glücksmomente erzählen, aber stattdessen möchte ich euch noch einen Segen zusprechen, der ziemlich viel mit Glück zu tun hat. Er stammt von dem Schweizer Pfarrer und Dichter Kurt Marti:

Ich wünsche dir:
Dass du dir glückst.
Dass dir das Glück anderer glücke.
Dass durch dich ein oder zwei Menschen besser sich glücken.
Dass dich das Glück nicht blende für das Unglück anderer.
Dass du dir glückst auch im Unglück.
Dass eine Welt werde, wo zusammen mit dir viele sich glücken können.

So segne dich Gott der Almmächtige und Barmherzige, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen