Liebe Vertreter der Presse, wenn Sie weitere Informationen brauchen, vor Ort kommen wollen oder auch einfach nur einen Interview-Termin wünschen. Wir sind gerne für Sie da.
Kontakt
Jürgen Schmidt
Eben-Ezer, Gemeinschaft in der Evangelischen Landeskirche
030 - 8334807 und david@gottesdienstexperiment.de
Abstimmung für den WebFish 2009 läuft
Zehn christliche Internetangebote für evangelischen Internetpreis nominiert
Ab sofort können Internetnutzer bei der Vergabe des evangelischen Internetpreises „WebFish“ 2009 wieder mit entscheiden. Eine Jury unter Vorsitz des EKDRatsmitgliedes Marlehn Thieme hat aus über 150 eingereichten Internetseiten eine Vorauswahl getroffen und die zehn besten Internet-Angebote für den WebFish 2009 nominiert.
Vom heutigen Montag, 23. Februar, an sind die Internetnutzerinnen und -nutzer am Zug. Sie können bis zum 22. März online ihren Favoriten auswählen und die Gewinner des Goldenen, Silbernen und Bronzenen WebFish mitbestimmen. Die ersten drei Plätze sind mit Geldpreisen verbunden (1500 Euro, 1000 Euro, 500 Euro). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) vergeben den WebFish 2009 zum 13. Mal. Als eine Art Qualitätssiegel kennzeichnet der WebFish besonders gelungene christliche Internetangebote. Die Jury, der unter anderem der EKDMedienbeauftragte Markus Bräuer und der Leiter der EKD-Internetarbeit, Ralf Peter Reimann, angehören, hat Design, Informationsgehalt und die technische Realisierung der eingereichten Seiten beurteilt. Viele kirchliche und diakonische Einrichtungen greifen bei der Erstellung ihrer Webangebote auf Agenturen zurück, die professionelle und ansprechende Websites erstellen, die technisch und im
Design Standards setzen. Das christliche Internetangebot lebt aber auch von
ehrenamtlichem Engagement Einzelner und ihrer Liebe zur Sache. Daher nominiert
die Jury bewusst christliche Internet-Seiten von Gemeinden und ehrenamtlich
Engagierten, die auch mit geringem Budget konkurrenzfähige und ansprechend
Internetseiten erstellen.
Hier können Sie mit entscheiden:
www.ekd.de/webfish/2009/voting2009.php
Hannover, den 23. Februar 2009
Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick
Drei Gottesdienste besonderer Art plant die Landeskirchliche Gemeinschaft in Berlin-Lichterfelde
von Benjamin Lassiwe
Wie wünschen sich Menschen, die nicht in der Kirche zu Hause sind, Gottesdienste? Das versucht die Landeskirchliche Gemeinschaft in Lichterfelde herauszufinden und lädt Kirchenferne zu einem Gottesdienst-Experiment ein.
Es sind ungewöhnliche Anzeigen im Berliner Stadtmagazin TIP: Menschen werden gesucht, die Interesse daran haben, einen Gottesdienst mitzugestalten. Verwiesen wird auf die Internetseite www.gottesdienstexperiment.de – betrieben von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Eben-Ezer in Berlin-Lichterfelde Süd. An drei Sonntagen im Laufe des Frühjahrs sollen dort Gottesdienste stattfinden, die von Menschen ohne jeden kirchlichen Bezug geplant und vorbereitet werden.
"Wir haben nach einem Weg gesucht, um kirchenferne Menschen zu erreichen, denen die Schwelle eines normalen Gottesdienstes vielleicht zu hoch ist", sagt David Jansen, der als Jugendmitarbeiter bei der Gemeinschaft angestellt ist, und zusammen mit seiner Frau Sigrun für das Projekt verantwortlich ist. Auch andere landes- und freikirchlichen Gemeinden unterstützten es. Zwar gäbe es in Berlin schon viele missionarische Projekte. Meist würden sie aber von Menschen geplant, die in der Kirche zu Hause sind. "Wir denken, dass die Menschen außerhalb der Kirche selbst am besten wissen, wie Kirche sein muss, damit sie von ihr angesprochen werden", sagt Sigrun Jansen.
Kein Interesse habe das Lichterfelder Projekt deswegen an Menschen, die sich schon in einer Kirchengemeinde engagieren, und einfach nur mal einen ungewöhnlichen Gottesdienst feiern wollen. "Wir wollen diejenigen erreichen, die wirklich noch keinen Kontakt zur Kirche haben." Dabei hilft es David und Sigrun Jansen, dass sie bereits Erfahrung in der Missionsarbeit gesammelt haben: Als Schauspieler der christlichen Theatergruppe "Covenant Players" traten sie in missionarischen Gottesdiensten ebenso auf wie in Altenheimen und Gefängnissen.
Auch ein Theateranspiel könnte es deswegen in den drei vom Publikum geplanten Gottesdiensten geben, die im April, Mai und Juni in der Lichterfelder Gemeinschaft stattfinden sollen. Zunächst aber planen die Macher des "Gottesdienstexperimentes" ein großes Treffen mit allen Interessierten. Dabei sollen dann per Abstimmung die Themen der drei Gottesdienste festgelegt werden. Anschließend können die Teilnehmer in Kleingruppen die Musik der Gottesdienste zu planen oder sich mit Prediger Jürgen Schmidt auf die Predigt vorbereiten. „Wir gehen im Moment davon aus, dass unser Prediger predigen wird“, sagt Sigrun Jansen. "Es muss aber keine klassische Predigt geben, sie kann auch dialogisch oder als Theaterstück aufbereitet sein." Denn auch die Gruppe zur Predigtvorbereitung wolle man basisdemokratisch organisieren. "Letztlich wird der Wille der Teilnehmer entscheiden, wie die Gottesdienste aussehen."
aus: Die Kirche, Evangelische Wochenzeitung Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Ausgabe vom 9. März 2008, S. 8.
Pressemitteilung
Berlin, März 2008
Eben-Ezer Berlin
Landeskirchliche Gemeinschaft in der Evangelischen Kirche
„Mach Dir Deinen Gottesdienst“ – Gottesdienstexperiment zum Mitmachen für Menschen, die sich in Kirchengemeinden nicht wohl fühlen
Liebe, Glück, der Sinn des Lebens, was kommt nach dem Tod – das antworteten junge Leute auf eine spontane Videoumfrage in Steglitz nach den wichtigsten Themen in ihrem Leben. Jana sucht einen Partner, "der mir das Beste wünscht und wo wir uns beide gegenseitig unterstützen können in unserer weiteren Entwicklung, sowohl persönlich, beruflich, spirituell." Und Michael ist überzeugt von einem Leben nach dem Tod: "Ich denke auf jeden Fall, dass man irgendwie noch mal auf die Welt kommt."
Glaubensthemen stehen hoch im Kurs; mit Kirche verbinden aber nur die wenigsten positive Assoziationen: "Meine Erinnerungen an Kirche sind nicht die Besten", erzählt Paul. Der 27-Jährige wurde von seinen Eltern in den Konfirmandenunterricht geschickt, obwohl er auf Kirche "kein Bock" hatte. "Dabei fand ich die Themen wie Sinn des Lebens, Freundschaft und Glauben gar nicht schlecht - aber die altmodischen Gottesdienste waren nichts für mich. Deswegen bin ich nach dem Konfer auch nicht mehr hingegangen."
Und auch Nadine, 23 Jahre und Friseurin, störte sich an Orgelmusik und langen Predigten, denen 15 Leute in 20 Reihen zuhörten. Dabei haben die beiden durchaus Interesse an Glaubensfragen. "Ich glaube schon, dass es ein Leben nach dem Tod gibt", meint Nadine, "aber Gottesdienste waren mir bisher immer zu langweilig."
Deswegen können sich jetzt Leute treffen, die Lust darauf haben, ihre Themen in einen Gottesdienst einzubringen. Der Slogan lautet: „Mach Dir Deinen Gottesdienst.“ Zur Unterstützung hat sich die Initiative "Gottesdienstexperiment" gegründet. Sie will jungen Menschen helfen, einen Gottesdienst nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Musik, Gebete, Ansprachen können so gestaltet werden, wie sie es sich wünschen. Die christliche Initiative ist überkonfessionell und wird von mehreren christlichen Kirchengemeinden und Initiativen unterstützt.
Interessiert?
Mehr Infos gibt's auf www.gottesdienstexperiment.de.
Das Video gibt's natürlich auch auf YouTube:
http://de.youtube.com/watch?v=03vlba-5dbw
Kontakt:
Jürgen Schmidt
Eben-Ezer, Gemeinschaft in der Evangelischen Landeskirche
030 - 8334807 und david@gottesdienstexperiment.de
Einen Radiobericht über das Gottesdienstexperiment, ausgestrahlt vom ERF am 05.03.2008, können Sie sich hier anhören.